Rolex · 01
LC-Code Decoder
Auf jeder Rolex-Garantiekarte steht ein dreistelliger Code wie 100 oder 537. Er kennzeichnet das Land, an das die Uhr ursprünglich ausgeliefert wurde. Die Liste umfasst über 200 dokumentierte Codes inklusive Schweizer Treuhand-Nummern, COMEX und NATO-Standorten.
Auf der Rolex-Garantiekarte (dem „Zertifikat") steht ein dreistelliger Ländercode wie LC100 (Deutschland), LC200 (Griechenland) oder LC537 (Dubai). Dieser Code dokumentiert das Land der Erstauslieferung an den Rolex-Konzessionär — nicht die Herkunft oder Qualität der Uhr. Schweizer Codes (010–062) sind Treuhand-Nummern für das Schweizer Inland und Liechtenstein. Spezialcodes wie LC119 (COMEX-Taucher) oder LC902–907 (NATO-/AAFES-Versorgung) markieren historische Sonderlinien. Wichtig für den Gebrauchtkauf: Seit ca. Mitte 2020 druckt Rolex den Ländercode nicht mehr auf neue Garantiekarten — eine Karte ohne LC ist bei jungen Uhren also normal und kein Fälschungsindiz.
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Häufige Fragen
Was bedeutet LC100 auf der Rolex Garantiekarte?
LC100 ist der Rolex-Ländercode für Deutschland. Die Uhr wurde ursprünglich an einen autorisierten deutschen Konzessionär ausgeliefert. Der LC-Code sagt nichts über den aktuellen Standort oder das Produktionsjahr der Uhr aus.
Wo finde ich den LC-Code auf meiner Rolex?
Der LC-Code steht auf der originalen Garantiekarte (bei älteren Modellen) bzw. auf der Plastik-Kreditkarte (ab ca. 2007). Er besteht aus zwei oder drei Ziffern, häufig mit dem Präfix „LC" davor. Auf der Uhr selbst ist der Code nicht eingraviert.
Was bedeutet LC119?
LC119 markiert Rolex-Modelle die im Auftrag der französischen Tauchgesellschaft COMEX gefertigt wurden — überwiegend Submariner und Sea-Dweller mit COMEX-Gravur. Sehr gesucht bei Sammlern.
Warum hat meine neue Rolex keinen Ländercode mehr?
Seit ca. Mitte 2020 druckt Rolex den Ländercode nicht mehr auf die Garantiekarte. Das Auslieferungsland ist seitdem nur noch elektronisch hinterlegt und kann von Konzessionären ausgelesen werden. Eine Karte ohne LC ist bei Uhren ab 2020 also normal — kein Hinweis auf eine Fälschung.
Ist eine Rolex mit LC100 mehr wert?
Technisch gibt es keinen Unterschied zwischen den Ländercodes — die Uhr ist immer dieselbe. Auf dem deutschen Gebrauchtmarkt erzielen LC100-Uhren dennoch oft einen kleinen Aufpreis: Die Papiere stammen vom deutschen Konzessionär und die EU-Erstauslieferung räumt Zoll-Fragen aus. In Sammlerforen wird die Relevanz allerdings kontrovers diskutiert.
Muss ich bei einem Nicht-EU-Ländercode Zoll nachzahlen?
Ein Nicht-EU-Ländercode allein beweist keine unverzollte Einfuhr — entscheidend ist der Nachweis, dass die Uhr regulär in der EU erworben oder eingeführt wurde (Kaufbeleg). Beim Gebrauchtkauf aus Drittländern sollte die Einfuhrumsatzsteuer dokumentiert sein. Im Zweifel beim Händler nach Belegen fragen; dies ist keine Rechtsberatung.
Was ist der Unterschied zwischen LC und Country Code?
Beides meint dasselbe — „LC" steht für „Logistical Code". In englischsprachigen Sammler-Communities wird der Begriff „Country Code" synonym verwendet.
Sind LC-Codes ein Echtheitsnachweis?
Nein. Ein passender LC-Code allein bestätigt nicht die Echtheit einer Rolex. Garantiekarte, Seriennummer, Modellreferenz und das Uhrwerk müssen zusammenpassen, und die finale Authentifizierung erfolgt durch ein autorisiertes Service-Center oder einen Spezialisten.